Per Gesetz gegen jugendlichen Medienkonsum?

Jetzt reichts, Herr Pfeiffer. Seit Jahren versuchen Sie und ihr Kriminologisches Forschungsinstitut einer geneigten Öffentlichkeit aus verunsicherten Eltern und fahrlässigen Politikern weiszumachen, dass Fernsehen, Computer- und Konsolenspiele Teufelszeug in Kinderhand sind. Letztes Jahr erklärten Sie, zu viel Medienkonsum mache unsere Kinder dick und dumm, jetzt, pünktlich zur Cebit, fordern Sie, jugendlichen Umgang mit Fernseher und Computer durch Verordnungen und Schulgesetze einzuschränken. Denn wer bis zum Nachmittag in der Schule sitzen müsse, könne ja nicht zu Hause vor der Mattscheibe hocken. Sie glauben gar, Deutschland hätte den Pisa-Test bestanden, würden unsere Kinder nur nicht ständig daddeln, glotzen, zappen.

Verantwortungsvolle Eltern wissen längst, dass es bessere Beschäftigungen für den Nachwuchs gibt als fünfstündige Playstation-Sitzungen oder eine doppelte Ration Telenovelas täglich. Verantwortungsvolle Eltern glauben aber auch, dass man Medienkonsum nicht per Verordnung und Gesetz regeln kann. Und das auch Ganztagsschulen immer noch genügend Zeit zum heimischen Medienkonsum lassen.

Herr Pfeiffer, forschen Sie doch mal zu einem anderen Thema. Sonst schlagen Sie demnächst noch vor, unsere mediengeilen Kinder zwecks Therapie in Internate ohne Strom und Telefonanschluss zu schicken. 

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5 Responses to “Per Gesetz gegen jugendlichen Medienkonsum?”

  1. sagichdoch? » Wenn politische Entscheidungen nicht mehr auf Fakten basieren Says:

    […] Nun ist das ja vom Effekt her nicht wirklich neu (und langsam weiß ich wieder, warum ich mein Blog mal so nannte wie es jetzt heißt), aber die These dass schwerpunktmäßig “das Fernsehen Schuld” sei ging mir da heute nicht mehr aus dem Kopf, denn mein Grundreflex ist eigentlich der, zu sagen (äquivalent zu den dümmlichen Diskussionen um “Killerspiele” und all den Quatsch) dass ich das eigentlich nicht so recht glauben kann. Und in der vereinfachten These einer “direkten” Kausalität auch nicht tue, denn letztlich gewinnt man Kompetenz, hier Medienkompetenz, nicht durch Vermeidung (oder gar Verboten, wie die populistischen Politiker allenthalben aktionistisch aus solchen Studien schließen, um sich letztendlich aber nur um ihre eigenen Verantwortungen zu drücken) sondern durch reflektierte Beschäftigung mit entsprechenden Dingen. […]

  2. keith fletcher Says:

    Not much on my mind right now, but its not important. Ive just been letting everything happen without me. I just dont have anything to say right now.

  3. gena Says:

    http://chinesefreewebs.com/lafobi/

  4. andrey Says:

    http://xoomer.alice.it/tosterive/

  5. kirill Says:

    http://chinesefreewebs.com/gigeqo/

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