Revolution in der Familienpolitik

Seit Monaten liefern sich Politiker in Bund und Ländern einen Ideenwettbewerb um eine bessere Familienpolitik. Erhöhte Steuerfreibeträge, Elterngeld, günstigere Kindergartenplätze und mehr waren die Themen. Wenn aber Wirklichkeit wird, was die Große Koalition jetzt plant, sind diese Vorhaben Kleinkram. Dann wird es eine familienpolitische Revolution geben. SPD-Fraktionschef Struck äußerte sich heute in einem Interview mit der Welt am Sonntag: “Ich bin dafür, daß wir einmal grundsätzlich die Familienförderung durch Bund, Länder und Gemeinden auf den Prüfstand stellen.” Das Ziel müsse sein, zusammen mit Ländern und Kommunen dahin zu kommen, die Prioritäten “von der materiellen Förderung hin zu Ausbau und Unterstützung von Betreuungsangeboten zu verschieben.” Das bedeutet: gebührenfreie Kindergartenplätze bei reduzierten direkten Zahlungen an Eltern. Das wäre nun wirklich ein tiefgreifender Umbau der Familienpolitik – und eine echte Chance, Familien wirksam zu fördern statt das Geld nach dem Gießkannenprinzip über Bedürftige und weniger Bedürftige gleichmäßig zu verteilen.

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