“Das Märchen vom Lehrermangel”

Gibt es nun demnächst einen Lehrermangel oder werden wir auch in Zukunft genügend Pädagogen zur Verfügung haben? Die Experten und Interessenvertreter streiten seit langem über dieses Thema. Essener Bildungsforscher unter der Leitung des Wissenschaftlers Klaus Klemm sind jetzt zu überraschenden Erkenntnissen gelangt, nachzulesen sowohl in der Zeit als auch im Spiegel.

Während die Kultusministerkonferenz bis 2015 mit 70 000 fehlenden Lehrern (der Philologenverband mit 80 000) rechnet, ermitteln die Forscher eine ganz andere Zahl, nämlich eine blanke Null. Ihr Ergebnis lautet, dass es bis 2015 “zu einer ausgeglichenen Bilanz zwischen Angebot und Nachfrage” auf dem Lehrer-Arbeitsmarkt kommen werde. Klemm setzt noch eins drauf: Wenn die Bundesländer weiter sparen und mit Einstellungen züruckhaltend bleiben (bei ohnehin sinkenden Schülerzahlen ist das wahrscheinlich), “dürften wir sogar einen Lehrerüberschuss bekommen.”

Ist bei der Debatte eigentlich schon berücksichtigt, dass möglicherweise auch Lehrer eine längere Lebensarbeitszeit vor sich haben? Rente mit 67 – wenn das auch für die Staatsdiener im Klassenzimmer gilt, wirds an Pädagogen keinen Mangel geben, quantitativ gesehen. Selbst wenn man berücksichtigt, dass kaum ein Lehrer das vorgeschriebene Pensionsalter erreicht. Aber vielleicht geht dann der Durchschnittslehrer erst mit 63 und nicht schon, wie heute, mit 61 in Rente.

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