Man lernt ja nie aus, als Vater sowieso nicht: Eine Baby-Domain ist weder das Web-Länderkürzel für einen Zwergstaat noch eine Web-Repräsentanz, die in den Kinderschuhen steckt. Eine Baby-Domain ist Babys erste Webseite. In den USA investieren offenbar immer mehr Eltern nicht nur in Windeln, Brei und Bettchen, sondern auch in die mediale Präsenz ihrer Kids.
Dienste wie babypost.com bieten die eigene Domain fürs Kind, komplett gehostet mit Fotoalbum und Datenbank, für 59 Dollar pro Jahr an. Überweisen Eltern oder Großeltern also von der Geburt an einige Jahre für den Service, kommt irgendwann auch das Kind in den Genuss, die eigene Webseite zu sehen, zu verstehen, mit Inhalt zu füllen oder damit Geld zu verdienen (oder die ganze, bis dahin entstandene Web-Biografie einfach löschen).
Ein besonders schlauer Vater will schon jetzt mit der Baby-Domain seines Kindes Dollars machen: Auf lukeseeley.com bittet Vater Seeley um Spenden für den Collegeaufenthalt seines zweieinhalbjährigen Sohnes Luke. Wenn die Aktion Erfolg hat, richte ich sofort drei Webseiten unter dem Namen meiner Kinder ein. Auf Wunsch stelle ich auch eine Spendenquittung aus.
November 16, 2008 at 10:37 am
Naja für 59 Dollar pro Jahr doch eher eine Abzocke.